Kongress Fabrik des Jahres zeigt Potenziale
von Gunnar Knüpffer NÜRNBERG. Auf dem Kongress Fabrik des Jahres zeigten die Benchmark-Gewinner, wie man Werke erfolgreich führt, damit sie sich im weltweiten Wettbewerb behaupten.
Die rund 380 Teilnehmer waren begeistert von der positiven Stimmung auf dem Kongress Fabrik des Jahres am 6./7. März in Nürnberg. Viele nehmen bereits an dem Benchmark der Wirtschaftszeitung Produktion und von A.T. Kearney teil, andere planen, in diesem Jahr erstmals den Fragebogen auszufüllen. A.T. Kearneys Vice President Dr. Günter Jordan gab den Werksleitern und Führungskräften Tipps, wie sie ihre Werke fit für die Zukunft machen können. Jordan forderte sie auf, klassische Prozessbrüche zu eliminieren. Messen könne man die Fortschritte an dem Quotienten von Durchlaufzeit und Prozesszeit, der unter dem Wert 10 liegen solle. Wichtig sei es für die verarbeitende Industrie, zeitnah vom Kunden zu erfahren, wenn dieser Nachschub benötigt. Deshalb sollten sich Werkleiter fragen, ob es mehr als drei Tage dauert, bis das Kundenbedarfssignal ankommt. Als wichtige Erfolgsfaktoren stellte Jordan bei den Siegern des Wettbewersb 2007 fest, dass diese sich auf die Arbeit auf dem Shop-Floor konzentrieren. Sie achten konsequent auf ihre Standards in den Werken, halten täglich 10-minütige Stand-up-Meetings und steigern die Produktivität jährlich um 10 %.

Die stolzen Gesamtsieger des Wettbewerbs Fabrik des Jahres: der kaufmännische Werkleiter von Bosch Ansbach, Dr. Wolfram Anders (links), und der technische Werkleiter Reinhard Schäfer (mitte).

J. Rogalski, KS Aluminium-Technologie (li.): “Wir haben viele Ansätze gehört, die wir auch bei uns vorfinden. Das ermutigt uns bei unserer Entwicklung”.

Dr. Günter Jordan, Vice President A.T. Kearney und Wettbewerbsmitbegründer: “Die Produktion wird wieder Kernkompetenz - die Wertschöpfungstiefe steigt.”

Produktion-Chefredakteur Eduard Altmann: “Firmen verlagern Produktion zurück nach Deutschland. Sie scheiterten an Einbußen bei der Flexibilität.”

Sabine Weber, Fischerwerke: “Mir hat vor allem der praxisbezogene Vortrag von Saar Gummi gefallen. Es wurde deutlich, weshalb die Firma gewonnen hat.”

Roman Löw vom Kategoriesieger Griwe: “Die Idee, einen Girls Day zu veranstalten, habe ich mitgenommen. Interessant waren die Vorträge von Schuh und Jordan.”

Hans Dieter Strack (li.) und Jürgen wolf, IBS: “Wir konnten gute Kontakte knüpfen, die zu unserem Produktportfolio passen. Die hohe Teilnehmerzahl ist sehr beeindruckend. Beim nächsten Mal wollen wir wieder mit dabei sein.”

Hermann Horneber, Franz Ertl und Jürgen Wolf, Behr (v.l.n.r.): “Bei der nächsten Fabrik des Jahres wollen wir Teilnehmer sein. Dieses Jahr haben wir viele Impulse durch die ansprechenden Fachvorträge bekommen.”

Christoph Simon, Magna Powertrain AG: “Alles, was zu Produktionssystemen gesagt wurde, war interessant. Wir wollen unseres auch tiefer implementieren”.

Andre Janis, Knorr-Bremse: “Ich bin positiv überrascht von dem Kongress. Die einleitenden Vorträge haben sehr eindrucksvoll die aktuelle Situation beschrieben.”

Michael Fritz, Roche Diagnostics: “Es gab eine positive Stimmung, die ich nicht erwartet hatte. Die Beispiele zeigten, welche Potenziale es gibt.”

Stefan Mähr, Würth Solar: “Nicht immer nur jammern, sondern zeigen, wer gut ist! Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass es in Deutschland nach vorn geht.”

Wolfgang Niggemann, Busch-Jaeger Elektro GmbH: “Die Mitarbeiter müssen im Fokus stehen - für mich eine der Hauptaussagen aus den Vorträgen.”
Tags: Bosch, Fabrik des Jahres, Produktion, Saar Gummi

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