Volkswagen-Komponentenwerk Braunschweig: “Starkes Teamwork im Werksmanagement”
BRAUNSCHWEIG. ‚Hervorragender Großserienfertiger‘ prangt auf der Urkunde, die Hans-Peter Stalf, Leiter des Volkswagen-Komponentenwerks Braunschweig am 25. März 2009 auf dem Fabrik-des-Jahres-Kongress von Produktion-Chefredakteur Eduard Altmann überreicht bekommen wird. Überzeugt hat die Jury die starke Teamarbeit im Werkmanagement. Der konsequente Fokus auf Effizienz hat zu einer außerordentlichen Dynamik der Veränderungsprozesse geführt.

Fahrwerkskomponenten sind die unumstrittene Kernkompetenz der VW-Business-Unit Braunschweig (Bild: Volkswagen).
von Christian Klein
„Starkes Teamwork im Werksmanagement sowie ein konsequenter Fokus auf Effizienz führten in den letzten Jahren zu einer außerordentlichen Veränderungsdynamik, die sowohl im Werk als auch in den Leistungskennzahlen sichtbar ist“, heißt es im Protokoll des Audit-Teams von A.T.-Kearney. Was das konkret bedeutet, skizziert Werkleiter Hans-Peter Stalf: „Im Zeitraum zwischen 2004 und 2007 wurde eine Produktionssteigerung von 43 % erzielt. Dabei stieg das Volumen des Teiledurchsatzes um 29 %, bei gleichzeitiger Verringerung der Vorräte um 13 %.“ Michael Wegener, Leiter der Prozessoptimierung, ergänzt: „Durch die flächendeckende Anwendung von Wertstromdesign und den daraus resultierenden Optimierungsaktivitäten konnten wir die Ziele bezüglich Produktivität und Bestandsreduzierung erreichen. Das führte gleichzeitig zu einer Reduzierung der Durchlaufzeiten.“ Die Umstellung einiger Produkte von Losfertigung auf Just-in-Sequence-Lieferung (JiS) führte zu einer drastischen Reduzierung der Durchlaufzeiten. Auch ein verändertes Design einiger Montagebereiche von Linien- auf U-Form zeigt große Auswirkungen auf diese wichtige Kennzahl.
Die Tatsache, dass es sich bei Fahrwerkskomponenten um Sicherheitsteile mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch handelt, aber auch die Just-in-Sequence-Lieferung führten zwangsläufig zu einer hohen Kundenorientierung. Fahrsysteme aus Braunschweig (Vorder- und Hinterachsen) z. B. für die Volkswagenmodelle Tiguan und Touran werden maßgeschneidert für jedes individuelle Fahrzeug in Wolfsburg produziert und ohne Zwischenlagerung direkt am Einbauort zum richtigen Zeitpunkt zum Verbau angeliefert. 27 verschiedene Dämpfertypen, etwa 25 000 Dämpfer und Federbeine, verlassen das Werk Braunschweig täglich. „Den Werkern steht für die Montage der verschiedenen Achsvarianten, den Transport und die Anstellung am Band im 27 Kilometer entfernten Wolfsburg eine Zeit von exakt 190 Minuten zur Verfügung“, präzisiert Joerg Emmert, der in Braunschweig für die Fertigung verantwortlich zeichnet.
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