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Kongress Fabrik des Jahres: „Zukunftssicherung in der Krise“

In Stuttgart stellten die Sieger des Wettbewerbs der Wirtschaftszeitung Produktion und A.T. Kearney ihre Erfolgskonzepte vor und diskutierten Wege in die Zukunft

Landsberg/Lech, 31. März 2009 – „Wir müssen effizienter werden, um aus eigenem Cash-Flow heraus die Veränderungen zu bezahlen”, sagte der COO von Mercedes-Benz Cars, Rainer E. Schmückle, bei seiner Keynote auf dem Kongress „Fabrik des Jahres/GEO”, der am 25. und 26. März in Stuttgart stattfand. Der Branchentreff der verarbeitenden Industrie zu dem gleichnamigen Wettbewerb wird jährlich von der Wirtschaftszeitung Produktion und der Unternehmensberatung A.T. Kearney veranstaltet. Dieses Jahr war das Leitthema des Kongresses in der Stuttgarter Liederhalle „Zukunftssicherung in der Krise”.

Schmückle weiter: „Ich glaube, wir haben nicht mehr die Zeit, die üblichen fünf, sechs, sieben Jahre zu verbringen, um an ganz solitären Vorläufermodellen bestimmte Dinge zu testen, sondern wir müssen schnell die Kostenkurve nach unten schaffen.”

Denn eine schnelle Rückkehr zur „Normalität” vor der Krise ist nach Ansicht des Vice President von A. T. Kearney, Dr. Günter Jordan, nicht plausibel. Im Jahr 2010 werde es in Folge der Konjunkturprogramme eine temporäre Erholung geben, auf die wegen des Abbaus der Immobilien-, Finanz- und Schuldenblase ein erneuter Rückfall folge. Ein langsamer Turnaround werde, nach Ansicht von Jordan, 2011 eingeleitet. Basis dafür sei Transparenz und erneutes Vertrauen in die Finanzwirtschaft.

Ein weiteres Highlight neben der Keynote war die Ansprache des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger, auf der feierlichen Abendveranstaltung sowie die Übergabe der Preise an die acht Siegerwerke. „Deindustrialisierung ist nicht der Weg Deutschlands in die Zukunft”, sagte Oettinger. „Heute sind deutsche Fabriken unerreicht. An Ihnen liegt es nicht, dass wir in einer Rezession sind,” sagte der Ministerpräsident vor rund 200 Werkleitern und Produktionsverantwortlichen. „Nach der Krise werden deutsche Fabriken noch bessere Produkte haben und 2012 werden sie besser dastehen als Anfang 2008,” meinte Oettinger. „Ihr Preis ist maßgeschneidert für unsere Zukunft.”

Nach Ansicht von Thorsten Hartmann, Geschäftsführer des Gesamtsiegers Festool, ist es erforderlich, sich einen Zielzustand für das Unternehmen bildlich vorzustellen, um grundlegende Veränderungen herbeizuführen. Dabei sei dieses Führen mit Zielen jedoch etwas anderes als das Führen mit Ergebnissen.

„Der Kongress „Fabrik des Jahres/GEO” ist inzwischen ein Pflichttermin im Kalender der deutschen Produktioner”, erklärt Chefredakteur Eduard Altmann von der Wirtschaftszeitung Produktion. Rund 1000 Werke haben seit Beginn des Wettbewerbes teilgenommen. Der Erfolg der ausgezeichneten Teilnehmer spricht für den Benchmark sowie für die Jury: Alle jemals ausgezeichneten Werke sind auch heute noch unter den Top Platzierten in der verarbeitenden Industrie am Standort Deutschland zu finden.

In den 17 Jahren seit Beginn des Wettbewerbes haben die Veranstalter stets darauf geachtet, immer höhere Maßstäbe zu setzen. So steht auch dieses Jahr eine Weiterentwicklung an. Der Chefredakteur der Wirtschaftszeitung Produktion, Eduard Altmann, erläutert: „Um unseren hohen Ansprüchen auch weiterhin gerecht zu werden, haben wir für 2009/2010 zwei neue zusätzliche Kategorien ausgeschrieben: Der Award für „Ressourceneffizienz in der Produktion” und der „Günter-Spur-Preis” zur Förderung des Nachwuchses entsprechen genau den aktuellen Anforderungen der Krise an die Industrie in Deutschland.”

Der Fragebogen zur kostenlosen Teilnahme ist auf den Websites http://www.fabrikdesjahres.de/content/de_de/competition.php/subpage/questionnaire  zu finden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2009.

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Über die DIE FABRIK DES JAHRES/GEO
Bereits 1992 startete die Produktion zusammen mit der Unternehmensberatung A.T. Kearney den Benchmark-Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres“. Nach acht Jahren kontinuierlicher Verbesserung wurde der Wettbewerb 1999 wesentlich erweitert. Seither wird zusätzlich zur Auszeichnung „Die Fabrik des Jahres” der „GEO Award” (Global Excellence in Operations) verliehen. Während bei der Fabrik des Jahres ausschließlich die Fabrik im Mittelpunkt der Analyse und Bewertung steht, werden beim GEO Award zusätzlich zu der ausgewählten Fabrik die gesamte Wertschöpfungskette und finanzielle Kennzahlen eines Unternehmens oder eines Geschäftsbereiches inklusive der Produktentwicklung betrachtet.

Über Produktion
Produktion – Die Wirtschaftsfachzeitung für die deutsche Industrie – ist der meinungsbildende Titel für die verarbeitende Industrie in Deutschland. Die Kombination aus aktuellen News, tiefgreifenden Analysen und Anwenderberichten aus Technik und Wirtschaft richtet sich an die Produktions- und Unternehmensleitung produktionsnaher Abteilungen von Konstruktion über Einkauf und Logistik bis zum Geschäftsführer und Technik-Vorstand. Die Wirtschaftsfachzeitung Produktion fokussiert sich insbesondere auf Industrie und Business, mit einer großen Bandbreite an branchenübergreifenden Themen. Dank der wöchentlichen Erscheinungsweise ist eine hohe Aktualität garantiert, hinzu kommen sechs Sonderausgaben pro Jahr. Die Produktion erscheint bereits im 47. Jahrgang im verlag moderne industrie GmbH, Landsberg, mit einer Auflage von rund 45.000 Exemplaren (IVW-geprüft). Die Leserschaft findet sich hauptsächlich in kleinen und mittelständischen Betrieben aus den Bereichen Maschinenbau (27,7%) und Herstellung von Metallerzeugnissen (20,0%). Mit dem Benchmark-Wettbewerb „Fabrik des Jahres/GEO“, der Initiative „Pro Standort Deutschland” und dem zusammen mit dem VDMA veranstalteten „Maschinenbaugipfel“ unterstützt die Produktion in Deutschland ansässige Unternehmen.

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